Network Attached Storage (NAS)

Heute gibt es einen Artikel über Network Attached Storage und was für Arten man kaufen kann. Network Attached Storage, kurz NAS, ist ein Server auf dem man seine Dateien verwalten kann. Häufigster Anwendungsfall ist, dass man in seinem lokalen Netzwerk einfach und bequem Speicherplatz zur Verfügung stellen möchte. Was ich bei meiner Recherche bemerkt habe, dass häufig nur 2 Arten von NAS Devices aufgezählt werden.

All in One

Ich nenne die NAS einfach mal „All in One“, da man einfach ein Hardware Gerät kauft, auf dem sofort alles da ist. Frei nach der Devise an stöpseln und fertig. Häufige Hersteller dieser Systeme sind D-Link, Synology, Western Digital, Buffalo, Qnap und so weiter.

Vorteile:

  • Kompaktes Gerät (evtl. weniger Stromverbrauch)
  • einfache Verwaltung, keine große Installation
  • keine große Installation

Nachteile:

  • Hersteller OS (mit eingebauten Backdoors :P)
  • Verschlüsselung nur teilweise möglich (mit eingebauten Backdoors :P)
  • Man hat keine Chance das System zu modifizieren und auf seine Bedürfnisse anzupassen

Selber Bauen

Die 2. Variante die vorgeschlagen wurde, bei dein NAS selber. Man kauft sich einen kleinen Cube, mit microATX Board und kann die Hardware selber zusammenstellen. Man baut quasi einen kleinen PC für sich selbst.

Vorteile:

  • kompaktes Gerät (evtl. starker Stromverbrauch)
  • eigene Wahl des NAS OS
  • Verschlüsselung die einem passt
  • Modifizierung des Systems

Nachteile:

  • Konfiguration kann unter Umständen ein wenig Zeit in Anspruch nehmen
  • Installation des OS (ggf. Lizenzgebühren wenn nicht Open Source)
  • Hardware kann enorm teuer sein
  • man muss alles selbst aufbauen
  • Festplatten im Mini Gehäuse können sehr schwer erreichbar sein

Das sind die Varianten die einem in etlichen NAS Foren vorgeschlagen werden. Ich hatte selber keine Lust auf ein festes OS System von einem Hersteller, welches vielleicht noch mit Backdoors überseht ist und sich mit irgendwelchen Cloud-Mist von den Herstellern bedient. Damit viel die „All-in-One“ Variante komplett weg. Auch die Modifizierung war mir wichtig, wenn ich den NAS Server zum Teil zu einem Git-Server umbauen möchte, um meine Coding Projekte zu verwalten.
Die 2. Variante, alles selber zu bauen hätte das System ca. 350-500€ gekostet. Zum Teil sogar teurer, je nach dem was man bestellt. Auch der Stromverbrauch ist natürlich höher, als bei den „All-in-One“ Systemen, da bei den „All-in-One“ Systemen die Stromzufuhr perfekt auf die Hardware abgestimmt ist. Dies war ebenfalls ein großer Dorn in meinen Augen. Was also tun? Gibt es ein Mittelweg?

Server-Variante

Man kauft sich einfach einen Server! Hört sich bekloppt an, aber es gibt kleine Homeserver / Micro-Server die von der Preis/Leistung echt super sind, und der Stromverbrauch ist ebenfalls mit der Hardware abgestimmt. Zwar immer noch leicht höher als bei den „All-in-One“ Systemen, aber genau das was man für zu Hause sucht. Effizient und Strom-Sparend.

Vorteile:

  • kompaktes System
  • eigene Wahl des OS
  • Verschlüsselung die einem passt
  • Modifizierung des System
  • keine Hardware Installation / selber aufbauen
  • Festplatten wie beim NAS einfach erreichbar
  • Preis/Leistung ist IO

Nachtteile:

  • Konfiguration kann unter Umständen ein wenig Zeit in Anspruch nehmen
  • Installation des OS (ggf. Lizenzgebühren wenn nicht open source)
  • evtl. RAM nachrüsten

Ich kenne aktuell nur HP mit ihrer „HP ProLiant MicroServer“-Serie, aber es gibt bestimmt noch andere Hersteller die solche Micro Server herstellen. Mit einem Preis von ca. 200-350 für die komplette Hardware, kann der Server durchaus mit den NAS Preisen mithalten. „All-in-One“ NAS Systeme kosten von ca. 80-200€, wobei die billigen Systeme kaum etwas können. Auch fehlt bei diesen mit Sicherheit die Verschlüsselungsfunktion :)

Fazit meinerseits

Die Kaufentscheidung kann ich euch nicht abnehmen. Jedes System hat Vorteile und Nachteile. Für Otto-Normal-Verbraucher reichen meistens die tollen bunten Oberflächen der Hersteller. Für die verrückten Techies, muss das NAS selber gebaut werden, mit gemoddeten Gehäuse versteht sich :) Ein Mittelweg ist durchaus der Micro Server und ist ein Allrounder in allem. Wenn man keine Lust mehr auf sein NAS hat, kann man den Server immer noch als Web-Server umbauen. NAS Betriebssysteme gibt es auch viele verschiedene. Ich habe mich für FreeNAS entschieden, da es genau für diesen Zweck konzipiert worden ist. Es gibt bestimmt noch andere Derivate da draußen, die sehr gut sind. Die könnt ihr mir ja vorschlagen :)

Bis zum nächsten Mal
Greetz TheVamp

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